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Erfolgreicher erster Durchlauf des IGNI-projektes

Knapp drei Monate arbeiteten die ersten fünf Teams aus regionalen Unternehmen und Masterstudierenden der Universität Duisburg-Essen an innovativen Geschäftsmodellen und präsentierten sie bei der Abschlussveranstaltung am 3.5.18 im Eurotec LOOOP in Moers. Das EFRE-geförderte Projekt Innovations- und Gründungsoffensive NiederRhein unterstützt mit diesem Format Unternehmen und gründungsinteressierte Studierende sowie Beschäftigte der Uni dabei, zukunftsträchtige Geschäftsideen zu entwickeln und Start up Luft zu schnuppern. Der Moerser Bürgermeister Christoph Fleischhauer betonte in seinem Grußwort die Bedeutung des Strukturwandels für die Region und die Notwendigkeit, bei den schnelllebigen Entwicklungen am Ball zu bleiben und mit attraktiven Partnern wie der Universität zu kooperieren.

Die Ideen im ersten Durchgang beschäftigten sich mit 360°-Automatisierung, einer Tourenplanungs-App für die ambulante Pflege, Foot-ID für den passenden Schuh, neuen Materialien bei Steckverbindern sowie ökologischen Produktionsprozessen in der Chemieverarbeitung. Das Team rund um den Unternehmer Gerwin Schüttpelz, Geschäftsführer der Essener CPH Group, eroberte mit diesem Thema und ihrer Präsentation die Herzen des Publikums. Das Siegerteam des Abends entwickelte ein Geschäftsmodell, bei dem Klebstoff für Flaschenetikettierung zukünftig mit einer von CPH zur Verfügung gestellten Maschine direkt vor Ort und bedarfsgerecht angerührt werden kann. Bisher versendet CPH seinen Klebstoff schon fertig angerührt mit Wasser an Brauereien in aller Welt. Durch das neue Verfahren wird zukünftig nur noch das Pulver verschifft. Das senkt sowohl die Transportmenge als auch die Kosten und schont damit gleichzeitig die Umwelt.

Sowohl für die fünf Unternehmer als auch die 27 Studierenden, die aus den verschiedensten Fachrichtungen kamen, waren die unterschiedlichen Perspektiven und die Workshops eine Bereicherung. „Wir haben so viel gelernt, für uns als Team aber auch ganz persönlich. Und nun weiß ich, wie ich auch die Ideen für meine berufliche Selbständigkeit systematisch entwickeln kann“, sagt Alina Hüning vom Team CPH begeistert. „Ich bin schon 30 Jahre im Geschäft und habe für mich und mein Unternehmen hier noch einmal ganz viel Neues an Methoden mitnehmen können“, bestätigt auch Unternehmer Wolfgang Thörner von WBT aus Essen. Neben den inhaltlichen Workshops bietet IGNI zusätzlich individuelle Begleitung für jedes Team an. „Denn in so einem Prozess mit ganz unterschiedlichen Menschen kann es auch mal holprig werden. Da ist Unterstützung und viel Kommunikation hilfreich, um wieder weiter machen zu können“, ergänzen die Projektkoordinatoren Susann Ulbricht und Arnd Baumann. Für das Team CPH geht es nun gut vorbereitet bald nach Belgien zum Pitch vor einem Brauereiverband. „Da geht es dann so richtig los“, freut sich Schüttpelz.

 

Wer beim nächsten Kurs dabei sein will, sollte viel Offenheit, Freude und Begeisterung am Neuen und auch Zeit mitbringen. Zu den 6 Workshoptagen kommt noch die Entwicklungsarbeit in den Teams hinzu. Aber dabei sein lohnt sich. Start ist am 30. Oktober 2018.